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Schwarz auf Weiß. Drucksachen und mehr. Online seit 1999.

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Geduld …

… sei des Papiers fürnehmste Eigenschaft, heißt es. Nun werden allerdings täglich ganze Wälder allein dafür verwendet, um in der Toilette hinuntergespült zu werden. Gebleicht, gefärbt und parfümiert am Ende. Noch schlimmer steht es beim Papierverbrauch für Bedruckstoffe. Diese zum Teil sehr hochwertigen Papiere belasten die Umwelt ohnehin schon im Prozeß ihrer Herstellung. Hier ist in den letzten Jahren schon viel getan worden, zum Beispiel wurde die vor Zeiten übliche Chlorbleiche fast überall durch Sauerstoffbleiche ersetzt.

Was aber noch mehr Schaden anrichtet, und das hierzulande unbemerkt, ist die Zellulosebeschaffung. Hierfür ist nach wie vor Holz vonnöten, und dieses Holz wird allzu oft unter Raubbau unserer letzten natürlichen Wälder beschafft. Und nur theoretisch steht im Anschluß ans Abholzen die landwirtschaftliche Erzeugung dringend benötigter Lebensmittel. Leider wirkt hier zusätzlich die neuartige Konkurrenz durch Industriepflanzenanbau zusätzlich verderblich. Einer der Hauptgründe, auch dem als Ausweg aus der CO2-Falle gepriesenen Bio-Ethanol eher kritisch gegenüberzustehen, Stichwort: E10. Eine sehr detaillierte Darstellung der Problematik bei Waldnutzung und Papierherstellung findet sich zum Beispiel hier oder – kürzer – hier.

Erfreulicherweise setzt sich – neben der Papierherstellung aus Recyclingrohstoff – die Erzeugung von Papier aus überwachter und zertifizierter Waldwirtschaft immer mehr durch. Auch wir unterstützen, wo sich uns die Gelegenheit bietet, dieses Anliegen. Einer unserer Druckpartner, die Druckerei Brimberg in Aachen, bietet als vom TÜV zertifizierter Betrieb eine breite Palette von Druckpapieren mit Zertifikaten des FSC an.

Das FSC-Logo, hier eine Musteransicht, darf nur von zertifizierten Betrieben auf zertifizierten Produkten angebracht werden.

Der FSC Deutschland – Forest Stewardship Council ist eine der wichtigsten Institutionen, die Zertifikate für Holz- und Papierprodukte aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft ausgeben. „Das FSC-Label auf einem Holz- oder Papierprodukt“, so heißt es auf der FSC-Website, „ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass das Produkt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Und auf seinem Weg zum Konsumenten über die gesamte Verarbeitungs- und Handelskette nicht mit nicht-zertifiziertem, also nicht kontrolliertem, Holz oder Papier vermischt wurde. Produkte mit FSC-Label sichern die Nutzung der Wälder gemäß den sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen. Hinter dem FSC-Label steckt ein durchgängig zuverlässiger Prozess: Es wurden zehn Prinzipien und 56 Indikatoren entwickelt, auf denen die weltweit gültigen FSC-Standards zur Waldbewirtschaftung basieren. Wälder, die nach diesen Standards bewirtschaftet werden, können sich mit der FSC-Zertifizierung auszeichnen lassen. Verbraucher, die FSC-gelabelte Produkte kaufen, leisten einen aktiven Beitrag zu nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder rund um den Globus.“

Sprechen Sie uns bei Ihren Aufträgen auf das Thema an! Wir sehen, was sich vernünftigerweise mit einer Druckerei machen läßt. Preislich ist ein Umstieg auf zertifiziertes Papier allemal zu rechtfertigen.

Und für Ihr Büro:

Denken Sie mal drüber nach, Ihren ganzen Papierkram überhaupt nur noch als Dateikram aufzubewahren! Speichern Sie im WWF-Format – das kann man nicht drucken, auch nicht aus Versehen.

Sapere aude!

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Energiepolitik fängt beim Stromkauf an …

… berührt aber natürlich fast alle Lebensbereiche. Und da lese ich heute in einer afp-Meldung meiner Tageszeitung, daß es schwierig sei, sein Geld in „Finanzprodukten“ (als ob das was mit Herstellung zu tun hätte) anzulegen, ohne damit gleichzeitig die Atomindustrie zu unterstützen.

Nun, mir fallen da gleich auf Anhieb zwei Geldhäuser ein, bei denen man sich schon sicher sein kann.

1. GLS Gemeinschaftsbank eG, Bochum

In deren Grundsätzen zur Geldanlage gibt es eine Liste von Ein- und Ausschlußgründen, wonach Wertpapiere von Unternehmen zur Anlage auszuwählen sind. Im Negativkatalog heißt es:

„Die GLS Bank gibt keine Anlageempfehlung für Unternehmen, die den nachfolgenden definierten Kriterien nicht genügen:

Verletzung von Menschenrechten
Verletzung von Grund- und Arbeitsrechten
Kinderarbeit
Tierversuche
Kontroverses Umweltverhalten
Kontroverse Wirtschaftspraktiken
Atomenergie
Biozide
Chlororganische Massenprodukte
Embryonenforschung
Agro-Gentechnik
Pornografie
Rüstung
Suchtmittel
Ein Unternehmen wird dabei auch ausgeschlossen, wenn es ein anderes Unternehmen oder Land unterstützt, das gegen diese Kriterien verstößt oder im Eigentum eines solchen Unternehmens oder Landes ist.“

Daß diese Grundsätze auch eingehalten werden, dafür sorgen die Transparenzrichtlinien des Unternehmens. Daß es sich bei der GLS Gemeinschaftsbank um eine eingetragene Genossenschaft handelt, ist dabei sicherlich zusätzlich hilfreich.

2. Umweltbank AG, Nürnberg

Diese 1997 von einem ehemaligen Mitarbeiter der – längst selig entschlafenen – Ökobank eG gegründete Aktiengesellschaft investiert ausschließlich in Unternehmen, die in einen definierten Kriterienkatalog passen, vor allem in CO2-reduzierende Projekte wie energetische Gebäudesanierung und Erzeugung erneuerbarer Energien.

Aktiengesellschaft, das liest sich dabei erstmal problematisch. Vertrauen schafft, daß die Unternehmensziele in der Satzung festgeschrieben sind. Außerdem gehört zu den satzungsmäßigen Organen ein sogenannter „Umweltrat“, dessen Unabhängigkeit dadurch gewährleistet sein soll, daß ihm keine Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder angehören dürfen.

Die Umweltbank wurde 2010 als „nachhaltiges Unternehmen“ ausgezeichnet.

Wie man sieht: Die Wege des Geldes sind wunderbar und seltsam, aber es in die gute Richtung in Marsch zu setzen, das geht schon mit wenig Mühe.

Sapere aude!

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Hackerbrause

… ist für unentwegte Nachtarbeiter wie d&m’s ögyr ein unverzichtbarer Begleiter für liquiden Schreibfluss zu nachtwacher Zeit. Wie jeder Junkie ist ögyr äußerst experimentierfreudig, was die Erforschung ebenso trendiger wie explosiver Koffeinbomben betrifft. Schön daher, dass es die klassische Hackerbrause Club Mate nunmehr auch im Kieler Supermarkt um die Ecke (und nicht nur in der Szene-Kneipe um die Ecke) gibt. Freilich sollte sich ein wirklicher Koffein-Abhängiger auch im Netz informieren, wer welchen Drink mit wieviel von dem beliebten Wachmacher braut. Weil ebenso informativ wie in den Beiträgen augenzwinkernd sei mit zittrigen Hacker-Fingern hier dem geneigten Leser und Mittrinker der Blog hackerbrause.de in die Tasse, die Flasche, die Dose und also ans tachycardische Herz gelegt.

Und wo wir schon mal beim Süffel-Surfen sind, sei nach schonungslosem Selbstversuch noch eine weitere Entdeckung unumwunden empfohlen: Unter den Eiskaffees einer der besten, weil nicht zu süß, sondern angenehm herbe und dazu aus fair gehandelten Bohnen

Sapere aude!

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