m von d&m zum Tag der Republik – rote fahne

noch immer häng’ ich ihrem schwung so zärtlich
und ihr errötend an, der fahne, weiß nicht,
wo sie gesunken ins vergang’ne schwertlich,
die winket mir, noch meinem blut’gen wicht.

ich hab’ die antwort nicht auf mich, genossen,
ich bleib’ euch rötlich held, ich ward und steh’
an diesen auch, den treppen und den sprossen,
und bin darin genosse solchem weh.

ich sag’ nicht, wo ich steh’, nur wo ich bliebe
zurück in diesem zug aus zukunftswähnen,
wo keimt einst meine rot verliebte liebe.

in eurem wilden freiheitsdurstgeschehen
bin ich nur gast, beobachtend den zaun,
dem welchen züchtig wir uns anvertrau’n.

Sapere aude!