Wieder ein liberales Mantra, das der Überprüfung nicht standhält …

Steuern runter, dann gehe die Wirtschaft rauf und letztlich hätten alle gut davon. Wie das funktionieren soll, ohne zunächst mal entweder den Staatshaushalt zu ruinieren oder eben dessen Eingriffsmöglichkeiten grundlegend zu beschneiden, das war mir schon immer schleierhaft.

Jetzt zeigt ein Artikel in der Zeitschrift „Telepolis“ uns das Ergebnis einer Studie, wonach es anscheinend gar keinen statistisch belegbaren Zusammenhang zwischen Steuersenkungen einerseits und Wirtschaftslage andererseits gibt.

Irgendwie beruhigend. Ganz privat meinen wir ja: Jedem ist sein Reichtum gegönnt. Eines ist aber klar: Die Gesellschaft funktioniert nur als Ganzes. Wer einen Keil zwischen sich und die Ärmeren treibt, indem er dem Staat als Regulationsinstanz die Mittel nimmt, mäßigend und vor allem befriedend einzugreifen, und dann um Hilfe schreit, wenn der Mob (kreisch!) ihm über den Elektrozaun steigt, der zeigt asoziales Verhalten.

Sapere aude!